Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) rechnet mit einem spürbaren Mo-dernisierungsschub bei Gebäuden. Mieter und Eigentümer könnten bis 2020 insgesamt bis zu 40 Milliarden Euro an Energiekosten sparen. Hauskäufer und Wohnungsmieter können die absehbaren Verbrauchskosten in ihre Entscheidung einbeziehen und zugleich auf Klimaschutz achten. Der Energiepass kann nach Ansicht von Tiefensee auch den Arbeitsmarkt entlasten. "Das wird maßgeblich zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Bauwirtschaft und im Handwerk beitragen." Die Pflicht zum Ausweis für Eigentümer erfolgt in Stufen.
Erwerb schon in diesem Jahr möglich
Der Pass kann schon in diesem Jahr erworben werden. Zunächst können Eigen-tümer zwischen dem teureren "Bedarfsausweis", der vom baulich möglichen Energiebedarf ausgeht, und dem "Verbrauchsausweis" wählen.
- Für ältere Wohngebäude, die bis 1965 erstellt wurden, wird der Energiepass vom Juli 2008 an zum Muss,
- für jüngere Gebäude von Januar 2009.
- Der "Bedarfsausweis" wird zur Pflicht für Gebäude mit weniger als vier Wohnungen, die vor 1978 errichtet wurden und nicht die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung 1977 erfüllen.
- Der "Bedarfsausweis" wird nach Angaben des Bauministeriums zwischen 80 und 120 Euro kosten,
- der "Verbrauchsausweis" zwischen 60 und 80 Euro.
Der Ausweis soll von bestimmten Bauexperten, Ingenieuren und Handwerkern ausgestellt werden. Der Bundesrat hatte Anfang Juni gefordert, dass dies auch qualifizierte Handwerker ohne Meistertitel vornehmen können.
Stand: Juli 2007
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