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Steuern sparen, wo andere Urlaub machen

Von Karsten Stumm

Wer ein Ferienhaus im europäischen Aus­land besitzt, profitiert davon nicht nur in der eigenen Urlaubszeit. Manche Anleger sparen damit künftig sogar Steuern - und das nicht zu knapp.

Hamburg/Luxemburg - Darauf haben Hun­derttausende Bundesbürger gewartet:

Deutschlands Fiskus muss Ferien-immobilienbesitzern aufgelaufene Verluste für das eigene Häuschen
in Spanien oder Schweden steuer-mindernd anerkennen.

Das hat jetzt der Europäische Gerichtshof entschieden (Aktenzeichen: C-152/03).

Damit sorgen die obersten EU-Richter für eine kleine Steuerrevolution. Denn nach Expertenmeinung besitzen derzeit mehr als eine Million Bundesbürger eine Im­mobilie allein in Italien, Spanien oder Frankreich. Und bisher hat der deutsche Gesetzgeber seinen Steuerbeamten aus­drücklich vorgeschrieben, deren Miet­ge­schäfte nicht steuersparend anzuer­ken­nen.

Verluste aus Vermietung und Verpachtung ausländischer Immobilien oder Grundstücke durften bei der Festsetzung des Steuerbescheides bisher keine Rolle spielen. Jetzt aber muss sich die Bundesregierung dem Druck der EU-Richter beugen und die eigenen Ge­set­ze ändern.

Bis die neuen Steuerregeln verabschiedet sind, kann es zwar noch dauern. Immo­bi­lien­­besitzer haben aber die Möglichkeit, ihre Finanzbeamten bei der Bearbeitung noch offener Steuerbescheide auf die neue Lage hinzuweisen - und Einspruch wegen Nicht­berücksichtigung der Auslandsverluste einzulegen sowie eine neue Steuerberechnung zu fordern.

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