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Vorsicht Fristenfalle

Hauseigentümer tappen zum 31. Dezember durch die letztjährige Mietrechtsänderung in die Fristenfalle

15.11.2002
Nach Einschätzung des Geschäftsführers des Dachverbandes Deutscher Immobil­ien­ver­walter e.V. (DDIV), Karlheinz Körner, werden zum 31. Dezember 2002 ca. 20 Prozent der privaten Hauseigentümer in eine Fristenfalle tappen:

Der Gesetzgeber hatte nämlich im Mietrechtsänderungsgesetz festgelegt, dass Mieter ihre Betriebskostennachzahlungen nur dann leisten müssen, wenn der Eigentümer die Abrechnung spätestens 12 Monate nach Ende des Rechnungsjahres zustellt. Danach sind Nachforderungen verfallen. Die Guthaben jedoch nicht.

Vielen Hausbesitzern ist diese Frist nicht bekannt. Für die Eigentümer könnte damit ein Gesamtschaden von ca. 400 Mio. EURO entstehen. Auf eines weist der DDIV besonders hin: Bei Gerichtsverfahren ist es eine weit verbreitete Unsitte, zu behaupten, der Mie­ter hätte nie eine Abrechnung erhalten. Deshalb ist jedem Vermieter und Verwalter tunlichst anzuraten, den Zugang der Betriebskostenabrechnung beim Mieter beweisbar zu gestalten. Eine spätere, erneute Zustellung würde in der Regel die Abrechnungsfrist überschreiten. Der Hausbesitzer geht dann leer aus.

 

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