Stroth Immobilien  -  Wohn- & Gewerbeimmobilien
  • Gewalttätiger Mieter:  Fristlose Kündigung rechtens.  Einem gewalt­tä­tigem Mieter darf nach einem Urteil des Amtsgerichts Köln fristlos gekündigt werden.  Der Amtsrichter stimmte der Räumungsklage des  Vermieters gegen ein Ehepaar zu.  Die Frau hatte eine andere Mieterin des Hauses ohne ersicht­li­chen Grund mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen und auch noch am Arm verletzt. Der Vermieter müsse deshalb befürchten,  dass sie auch noch gegen andere  Mitmieter aggressiv werde, hieß es in der Urteilsbegründung.  Ein derartiges Verhalten rechtfertige eine fristlose Kündigung.  (Amtsgericht Köln, 209 C 242/99)
  • Kündigungsschutz:  Auch nach einer Zwangsversteigerung. Wird ein Haus zwangsversteigert, so ändert das nichts am Kündigungsschutz der Mieter. Auch der neue Besitzer darf nur bei Vorliegen eines gesetzlichen Grundes kün­digen.  Nach der Zwangsversteigerung eines großen Wohn- und Geschäftshauses in Kassel hatte der neue Eigentümer den Mietern gekündigt und sich dabei auf ein Sonderkündigungsrecht nach dem Zwangsversteigerungsgesetz berufen. Das Gericht folgte ihm dabei nicht.  Das Sonderrecht erlaube nur kürzere als die gesetzlichen Kündigungsfristen.  Auch den Kündigungsgrund des Vermieters, er müsse das Haus gründlich sanieren, akzeptierte das Gericht nicht. Die Arbeiten könnten Stockwerk für Stockwerk erfolgen, und die Mieter hätten sich mit eventuellen Einschränkungen einverstanden erklärt. Eine Kündigung sei nicht notwendig. Die Räumungsklage des Vermieters wurde damit abgelehnt. (Amtsgericht Kassel, 451 C 5864/97)
  • Letzter Mieter muss raus. Wohnt in einem Mehrfamilienhaus nur noch ein Mieter, und will der Eigentümer die Immobilie abreißen lassen, so muss der letzte Bewohner die Kündigung seines Mietvertrages hinnehmen, wenn es dem Vermieter wirtschaftlich nicht mehr zuzumuten ist, an seinem Haus festzuhalten. (Amtsgericht Hoyerswerda, 2 C 845/02)

  

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