Stroth Immobilien  -  Wohn- & Gewerbeimmobilien

Makler

  • Wann der Makler Provision verlangen kann.  Ein Makler kann auch dann Provision von einem Immobilienkäufer verlangen, wenn erst das Angebot eines zweiten Maklers zum Kaufvertrag führt - jedenfalls dann, wenn seine erste Be­ratung "mitursächlich" für den Kauf war. (Bundesgerichtshof, IV ZR 163/94) 
  • Keine Makler-Provision. Vermittelt eine in einer Immobilienfirma beschäftigte Maklerin an einen Kaufinteressenten eine Wohnung, die einem der Geschäfts­führer des Unternehmens gehört, so darf sie dafür keine Provision verlangen. (Bundesgerichtshof, III ZR 41/03)
  • Makler dürfen im Internet mit Fotos werben. Veröffentlicht ein Makler Wohnungsfotots im Internet, so handelt es sich dabei nicht um einen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht des Mieters. Dies geht aus einem Urteil des Amts­ge­richts Trier hervor (AZ: 32 C 337/00). Erlaubt ein Mieter dem Makler, Fotos der Wohnung zu machen, so hat der Makler auch das Recht, diese Fotos ins Internet zu stellen. Im vorliegenden Fall verklagte ein Mieter mit Hinweis auf seine Per­sön­lichkeitsrechte den Makler auf Schadenersatz. Das Gericht wies die Klage ab mit der Begründung, die Fotos zeigten nur die Zimmer einer normal möblierten Wohnung, es seien weder Details noch Hinweise auf den Bewohner zu erkennen.
  • Kein Lohn für Makler.  Courtageverlust bei "unwürdigem Verhalten". Die Ver­käuferin eines Grundstücks hatte von einem Sachverständigen ein bauliches Gut­achten erstellen lassen, in dem zahlreiche Mängel und Schäden des Grundstücks festgestellt wurden: Feuchtigkeitsschäden im Mauerwerk, Schimmelpilzbildung, mangelhafte Wärmeschutzisolierung, mangelnder Schallschutz, fehlender Innen­ausbau sowie Mängel am Ver- und Entsorgungssystem. Das Gutachten wurde dem Makler, der bereits mit einem potientiellen Käufer in Verhandlungen stand, zugeleitet. Der Makler gab das Gutachten bewusst nicht an den Interessenten weiter, und so kaufte dieser das Grundstück, ohne die Mängel zu kennen. Als er später von dem Gutachten und den zahlreichen Mängeln erfuhr, weigerte er sich, dem Makler den vereinbarten Lohn zu zahlen. Zu Recht, entschied das Gericht. Naumburg Urteil vom 21.08.2001, Az: 9 U 84/01
  • Makler dürfen beim Immobilienverkauf doppelte Provision berechnen.  Makler dürfen beim Verkauf von Immobilien sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer Provision verlangen. Das hat das Ober-landesgericht Hamm in einem Urteil festgestellt. Der Makler müsse den Immobilienkäufer auch nicht über die bereits beim Verkäufer erhobene Provision informieren, heißt es in dem veröffentlichten Urteil (Az.: 18 O 56/00). Dies gelte jedoch nicht uneingeschränkt für ganz Deutschland, sondern hänge von unterschiedlichen Üblichkeiten in den Regionen ab.
  • Angaben des Maklers zum Baujahr des Hauses.  Behauptet ein Makler "ins Blaue hinein", dass ein Haus "um die Jahrhundertwende" gebaut worden sei, schränkt er dies aber gleichzeitig durch den Zusatz "meines Wissens" ein, so hat er damit deutlich gemacht, dass er eine verlässliche Angabe nicht machen kann oder will. Der Käufer kann ihm keine Arglist (mit dem Recht auf Rückabwicklung des Vertrages) vorwerfen, wenn sich herausstellt, dass das Haus doch älter ist. (Oberlandesgericht Hamm, 22 U 172/99)

 

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