Stroth Immobilien  -  Wohn- & Gewerbeimmobilien
  • Gartenarbeit. Ist der Mieter eines Hauses dazu verpflichtet, auch den Gar­ten­bereich zu pflegen, so kann der Mietvertrag aufgelöst werden, wenn der Mieter dieser Verpflichtung nicht nachkommt. Das gilt auch dann, wenn er für mehrere Wochen krankheitsbedingt ausfällt. Er hätte sich um eine Vertretung bemühen müssen. (Landgericht Oldenburg 2 S 415/95)
  • Spielgerät im Garten. Kann der Mieter einer Wohnung laut Mietvertrag einen Gartenteil nach seinen Wünschen nutzen, so kann er darin Kletter- und Spiel­geräte für seine Kinder aufstellen, wenn diese nicht fest mit dem Boden veran­kert sind.  (Amtsgericht Kerpen, 20 C 443/01)
  • Kinderwagen im Treppenhaus. Anders als Fahrräder, Roller usw. dürfen Kinderwagen im Treppenhaus an geeigneter Stelle abgestellt werden. Das gilt aber nur für Kinderwagen von Mietern, nicht für Kinderwagen von Besuchern des Mieters.  (AG Winsen/Luhe, Az. 16 C 602/99)
  • Balkonverglasung und Balkonverhüllung. Bringt der Mieter auf dem Balkon eine Bastverkleidung an und verhindert somit den Blick durch die Plexiglas­scheiben an der Balkonbrüstung, kann der Vermieter nicht deren Abschaffung verlangen. Dem Mieter steht ein grundsätzlicher Schutz seiner Intimpshäre zu, den der Vermieter dulden muss.  (AG Köln, Az. 212 C 124/98)
  • Feuchtigkeit. Tritt in einer Mietwohnung Feuchtigkeit auf, so muss zunächst der Vermieter beweisen, dass das Wasser weder von außen eingetreten ist, noch, dass ein "wärmetechnischer Baumangel", der zu Baubeginn hätte vermieden werden müssen, den Schaden ver­ursacht hat. Erst dann - so das Landgericht Hamburg - ist die Vermutung gerechtfertigt, dass der Mieter den Schaden ver­schuldet hat. (AZ: 307 S 151/02)
  • Etagenheizung bleibt.  Ein Mieter muss es nicht dulden, dass seine funk­ti­ons­fähige Gasetagenheizung demontiert und er an die gemeinschaftliche Zentral­heizung angeschlossen wird. Dies gilt gleichfalls dann, wenn die Veränderung zur Erhaltung der Mieträume oder des Gebäudes nicht notwendig ist, den Wohnwert nicht erhöht und auch keine Heizkostenersparnis bringt. (Landgericht Berlin, 67 S 84/02)
  • Untervermietung erlaubt. Kann ein Mieter eine große Wohnung nicht mehr bezahlen, so darf er Zimmer untervermieten. So lange die Wohnung nicht über­belegt ist und pro Bewohner ein Zimmer oder zehn Quadratmeter zur Verfügung stehen, muss der Vermieter zustimmen, weil die Geldknappheit seines Mieters ein berechtigtes Interesse für die Untervermietung darstellt. (Landgericht Hamburg, 333 S 2/03)
  • Wohnung beklebt.  Hat ein Mieter die Decke seiner Wohnung mit Styropor­platten beklebt und die Türen mit Plastikfolie überzogen, muss er den ursprüng­lichen Zustand erst wiederherstellen, wenn er auszieht. (Amtsgericht Berlin-Kreizberg-Tempelhof, 19 C 39/01)

 

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