Stroth Immobilien  -  Wohn- & Gewerbeimmobilien

Mietminderung

  • Mietminderung verwirkt. Nimmt ein Mieter den von einem anderen Mieter verursachten Lärm drei Jahre hin bevor er sich beschwert, und macht er erst nach fünf Jahren eine Mietminderung geltend, so ist sein Anspruch darauf ver­wirkt (Landgericht Frankfurt am Main, 2/11 S 79/02)
  • Recht verwirkt. Für Gewerbemietverträge gilt (wie auch für Wohnraum-Miet­ver­träge), dass ein Mieter seinen Anspruch auf Mietminderung verliert, wenn er die Miete über einen längeren Zeitraum vorbehaltlos zahlt oder bereits bei Ab­schluss des Mietvertrages "nichts sagt", obwohl ihm ein Mangel bekannt ist. (Oberlandesgericht Celle, 2 U 252/01)
  • Mietfläche.  Ist im Mietvertrag die Wohnungsgröße mit "zirka 125 m²" ange­geben, kann der Mieter die Miete nicht mindern, wenn er merkt, dass die tat­sächliche Wohnfläche rund sieben Prozent kleiner ist. Es liegt keine "erhebliche Flächendifferenz" und somit auch kein Mietmangel vor. (Landsgericht Berlin, 64 S 433/01)
  • Zu spät geklagt.  Einigen sich Vermieter und Mieter bei Vertragsabschluss auf eine Wohn- und Nutzfläche von 80 m², weil die komplizierte Anrechnung der Dachschrägen entfallen soll, so kann der Mieter nicht nach Jahren zuviel gezahlte Miete (hier: 2.150 Euro) zurückverlangen, wenn eine offizielle Ausmessung eine geringere Quadratmeterzahl (hier: 65 m²) ergibt. (Amtsgericht Wittenberg, 8 C 416/01)
  • Zu lange kaltes Wasser. Laufen zehn Liter Wasser ins Spül- oder Duschbecken, bevor das Wasser warm wird, so handelt es sich um einen Wohnungsmangel, der eine Mietminderung um 10 Prozent rechtfertigt. Stellt der Vermieter den Mangel nicht ab, so kann die Wohnung fristlos aufgekündigt werden. (Amtsgericht Berlin-Köpenick, 12 C 214/00)
  • Heizungsausfall. Fällt in einer Mietwohnung vier Tage lang die Heizung aus, so berechtigt das nicht zu einer Mietminderung, weil Heizungsanlagen "typischer­weise während der Heizperiode" ausfallen und davon auszugehen ist, dass die Mieter nicht während der ganzen Zeit im Kalten saßen, "da nach dem Ausfall einer Heizungsanlage eine Wohnung nicht schlagartig auskühlt, sondern erst allmählich die Temperatur verliert". (Amtsgericht Erkelenz, Aktenzeichen.: 8 C 243/98)

 

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