Stroth Immobilien  -  Wohn- & Gewerbeimmobilien
  • Kälte. Lässt sich die Zentralheizung in einer Wohung maximal bis 18 Grad auf­drehen, so kann der Mieter wegen der drei "fehlenden" Gradzahlen bis  "21" die Miete um 15 Prozent mindern.  (Landgericht Frank-furt am Main, 2/17 S 315/99)
  • Nicht mindern wegen Treppenhaus. Ist das Treppenhaus in einem Wohnhaus in einem herunter gekommenen Zustand, so dürfen die Mieter die Miete nicht min­dern. Denn optische Mängel im Flur beeinträchtigen die Nutzung der Woh­nung nicht. (Amtsgericht Hamburg, 43a C 104/01)
  • Keine Minderung wegen Bäckerei.  Weiß der Mieter schon beim Einzug, dass im Erdgeschoss eine Bäckerei ist, so kann er später die Miete nicht wegen des von der Backstube in den frühen Morgenstunden ausgehenden Lärms mindern.  Die zum normalen Betrieb einer Bäckerei gehörenden Störungen muss der Mie­ter hinnehmen. (Landgericht Berlin, 67 S 102/02)
  • Höhlenartig. Bringt ein Vermieter einen Balkon oberhalb der Wohnung eines Mieters an, so kann der Mieter die Miete mindern (hier um 10 Prozent), wenn nach dem Anbau der Blick aus den Fenstern nur noch "tunnelartig" möglich ist und die Zimmer dadurch einen "höhlenartigen Charakter" bekommen. (Amtsgericht Hamburg-Wandsbeck, 716a C 265/01)
  • Mietminderung wegen Ölgestank. Verbreitet sich in einer Wohnung ein un­angenehmer Ölgestank, wenn die Heizkörper aufgedreht werden, so kann die Miete gemindert werden, da es sich um einen Mangel an der Mietsache handelt. (Amtsgericht Augsburg, 73 C 2442/01)
  • Schimmelpilz. Ist ein Vermieter bereit, einen Schimmelpilz in einer Mietwoh­nung entfernen zu lassen, vereinbaren die Mieter aber trotz der Vermittlung keinen Termin, so können sie den Mietvertrag nicht fristlos kündigen. Der Ver­mieter muss die Chance bekommen, den Mangel zu beheben. Nicht gezahlte Miete kann er nachfordern. (Landgericht München I, 15 S 18228/03)

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