Stroth Immobilien  -  Wohn- & Gewerbeimmobilien

Zeitmietverträge

Der bisherige "einfache" Zeitmietvertrag ist abgeschafft worden. Nach altem Recht und bei am 1. September 2001 bereits bestehenden Verträgen konnte der Mieter zwei Mo­nate vor Ablauf der Mietdauer schriftlich die Fortsetzung des Mietverhältnisses be­an­spruchen (Abschaffung des Fortsetzungsanspruchs). Mieter und Vermieter können jetzt nur noch einen so genannten qualifizierten Zeitmietvertrag abschließen.

Voraussetzung: Im Mietvertrag ist ein konkreter Befristungsgrund vom Vermieter zu nennen (z.B. Eigenbedarf oder wesentliche Instandsetzung der Mietsache). Fehlt ein konkreter Befristungsgrund, gilt das Mietverhältnis automatisch als auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Nach Ablauf der zeitlichen Befristung endet der Mietvertrag. Die bisherige zeitliche Obergrenze ist ebenfalls abgeschafft worden, so dass jetzt auch Mietverträge über 8 oder 10 Jahre abgeschlossen werden können.
 

Betriebskosten

Heiz- und Nebenkostenabrechnungen sind spätestens 12 Monate nach Ende des Ab­rech­nungszeitraums durch den Vermieter durchzuführen. Diese Verpflichtung kann auch nicht durch den Mietvertrag ausgeschlossen oder abgeändert werden. Nach Ab­lauf der 12 Monate kann der Vermieter keine Nachforderungen mehr erheben, es sei denn, er hat die Verspätung nicht zu vertreten. Auch Mieter müssen ihre Ein­wen­dun­gen gegen eine Betriebskostenabrechnung innerhalb von 12 Monaten nach Zugang dem Vermieter aufgeben. Die verbrauchsabhängige Abrechnung wird als Stan­dard­abrechnung anerkannt. Als - abänderbarer - Stan­dard­umlagemaßstab bei nicht ver­brauchsabhängigen Kosten wird die Größe der Wohnfläche eingeführt. Es ist der Grund­satz der Wirtschaftlichkeit bei den Betriebskosten zu beachten. Der Vermieter muss sich „wirtschaftlich vernünftig" bei der Verwaltung der Immobilie verhalten, d.h. die anfallenden Betriebskosten müssen wirtschaftlich vernünftig sein. 

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